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Phytotherapie (Kräuterheilkunde oder Pflanzenheilkunde)

Die Pflanzenheilkunde oder Phytotherapie gehört zu den ältesten medizinischen Therapien. Das Wort Phytotherapie setzt sich zusammen aus dem griechischen Phyton = Pflanze und Therapeia = Pflege oder Behandlung.

 

Am 03.10.1991 wurde vom Kuratorium der Gesellschaft für Phytotherapie e.V. folgende Definition verabschiedet:

 

„Phytotherapie ist die Behandlung und Vorbeugung von Krankheiten bis zu Befindlichkeitsstörungen durch Pflanzen, Pflanzenteile und deren Zubereitung. Die Phytotherapie ist nicht alternative, sondern Teil der heutigen naturwissenschaftlich orientierten Medizin. Sie schließt therapeutische Lücken und bietet adjuvante Möglichkeiten bei der Behandlung und Vorbeugung akuter und chronischer Erkrankungen.“

 

Das Charakteristikum der Phytotherapeutika ist das Vorhandensein meist mehrerer chemisch nachweisbarer Wirkstoffe und sogenannter Begleitstoffe. Diese Begleitstoffe besitzen keine eigene spezifische pharmakologische Wirkung, sondern tragen zur Gesamtwirkung der Substanz bei. Die Wirkung der Wirkstoffkomposition in der Pflanze ist besser als die Wirkung seiner Einzelteile.

 

Pflanzenheilkundige verwenden nicht nur die isolierten Wirkstoffe, sondern ganze Pflanzen und ihre Teile wie Blätter, Wurzeln, Blüten, Samen und Rinde. Der Hauptwirkstoff bestimmt das medizinische Einsatzgebiet, die gesamte Wirkung beruht aber auf dem Wechselspiel vieler verschiedener Bestandteile. So wird zum Beispiel nach Pflanzen unterschieden, die als Hauptwirkstoffe Bitterstoffe, Gerbstoffe, Schleimstoffe, Saponine oder Scharfstoffe enthalten. Auch ätherische Öle haben als Inhaltsstoff ein großes Wirkungsspektrum. Viele weitere Wirkstoffe wie zum Beispiel Alkaloide, Glykoside, Harze, Enzyme, Vitamine, Eiweiß sind wichtige Bestandteile, die in ihrem exakt funktionierenden Zusammenspiel für die medizinische Wirkung einer Pflanze ausschlaggebend sind. Beispielsweise wirken Pflanzen mit überwiegendem Bitterstoffanteil reflektorisch über den Zungengrund auf die Organe des Verdauungstraktes – den Magen, den Darm, die Leber und Bauchspeicheldrüse – sie regulieren und regen die Bildung und Ausschüttung der verdauungsfördernden Säfte an. Für die Aufschlüsselung der Nahrungsinformationen sind die in den Bitterstoffpflanzen enthaltenen Enzyme unerlässlich. Bitterstoffe wirken dadurch appetitanregend, verdauungsfördernd und -regulierend.

 

Ich empfehle für die Zubereitung meiner Rezepte Kräuter aus Apotheken oder von zertifizierten Lieferanten zu verwenden die in Bioqualität herstellen, da diese strengen Herstellungsrichtlinien unterliegen. Um die Qualität und Wirkung der pflanzlichen Arzneimittel sicher zu stellen, werden standardisierte Herstellungsverfahren eingesetzt. Dazu gehört eine ständige Kontrolle und Überwachung des gesamten Herstellungsprozesses, beginnend beim Anbau oder auch der kontrollierten Wildsammlung der Heilpflanzen über Ernte, Trocknung und Auszugsgewinnung bis hin zur Herstellung der endgültigen Darreichungsform. So wird gewährleistet, dass in jedem Naturarzneimittel immer dieselbe Menge und Qualität an Wirkstoffen enthalten ist. Außerdem ist dadurch sichergestellt, dass die Phytotherapeutika keine schädlichen Stoffe enthalten, beziehungsweise die Grenzwerte zum Beispiel für Pestizide und Schwermetalle eingehalten werden und auch bei der Lagerung darauf geachtet wird, dass keine Inhaltsstoffe verloren gehen oder die Pflanzen durch Schädlinge, Mikroorganismen oder Pilze verunreinigt werden.

 

Zubereitungsformen

 

Droge: geschnittene, getrocknete Heilpflanzen, nach DAB (deutschem Arzneimittelbuch) ist in den meisten Fällen die Qualität festgeschrieben.

Medizinaltee (Infus): mit kochendem Wasser übergossene Teedrogen; zu beachten sind die Ziehzeiten und die Grundregeln der Zubereitung.

Dekokt (Abkochung): harte Drogen wie Wurzeln, Rinde.

Mazerat: Auszüge, die durch längeres Verweilen der Droge oder geschnittenen Frischpflanzen in einem Extraktionsmedium gewonnen werden.

Kaltauszug: die Teedroge wird mit kaltem Wasser über Nacht (6-8 Stunden) angesetzt.

Tinktur (alkoh. Mazerat): alkoholischer Auszug aus Droge oder Frischpflanze.

Ölmazerat: Ölauszug aus der frischen Pflanze, seltener des getrockneten Krautes, z.B. Johanniskrautöl, Calendulaöl.

Sirup: dickflüssige Zubereitungen mit mehr als 60% Zucker. Die frischen Pflanzenteile werden mit Zucker angesetzt, der ihnen neben dem Wasser auch Wirkstoffe und Mineralien entzieht. In gesättigten Zuckerlösungen (ca. 66%) können keine Mikroorganismen leben, da ihnen über Osmose das zur Vermehrung nötige Wasser entzogen wird.

 

Anwendungsformen

 

innerlich: meist oral als Tees, Phytopharmaka – siehe oben -, selten parenteral oder als Suppositorien / Zäpfchen

äußerlich: als Umschläge, Kataplasmen (breiige Zubereitung z.B. Senfwickel), Salben, Gels, Spülungen, Badezusätze

 

Tiere wissen, was gut für Sie ist und mit welchen Pflanzen sie Leiden lindern können. Leider können unsere Pferde aber nicht mehr so großflächig leben wie früher. Somit können die Tiere auch nicht mehr bewusst Pflanzen zu sich nehmen, die sie gerade benötigen. Genau deswegen müssen wir unsere Tiere dabei unterstützen.

 

Phytotherapie lässt sich ganz vielfältig einsetzen. Hier ist nur ein kleiner Auszug von möglichen Indikationen:

 

Atemwegserkrankungen (akut und chronisch, zum Beispiel Bronchitis)

Augenproblemen

Erkältungskrankheiten

Gallenerkrankungen

Hauterkrankungen

Herz-Kreislauferkrankungen

Immunabwehr-Steigerung

Lebererkrankungen

Magenerkrankungen

Arthritis, Arthrose

Stoffwechselerkrankungen

Urogenitalerkrankungen

Verdauungsbeschwerden (zum Beispiel Verstopfung, Durchfall

und noch viele andere

 

Nebenwirkungen und Risiken

 

Es gilt grundsätzlich: Keine Wirkung ohne Nebenwirkung! Ich weiß um die Wirkung der Heilpflanzen, aber aus eben diesem Grunde habe ich auch Respekt vor möglichen Neben- und Wechselwirkungen. Grundsätzlich treten aber eher selten Nebenwirkungen auf und wenn nur kleinere wie Durchfallerscheinungen.

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